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21.
Okt 2019

Was mich das Wollefärben über Social Media gelehrt hat

Lesezeit ca. 4 Minuten

Ich zähle mich zu den kreativen Geistern, die allzu gerne alles ausprobieren, was da so ihres Weges kommt. Zeichnen? Klar. Seidenmalerei? Auch. Das war sogar mal ziemlich „in“, müsste in den frühen 00er-Jahren gewesen sein. Nähen, häkeln, stricken? Sicher.

Angefangene Projekte? Öööh … 37

Für mich war das Stricken eine gute Ablenkung vom Alltag – hochkonzentriert komplizierte Lace-Muster zu stricken lässt (zumindest in meiner Rübe) nicht viel Raum für Sorgen oder blöde Gedanken. Ich war als Studienabbrecherin in einer Berufsschulklasse für Automobilkaufleute gelandet – den Lehrer mitgezählt war ich die Drittälteste im Raum. Jede Ablenkung war willkommen.

Ich spinne – und manchmal kommt ein Faden dabei heraus

Weil „nur“ Stricken aber irgendwie nicht reichte, fing ich an zu spinnen. Wolle – oder was dachtest Du jetzt? Ich kann mit Fallspindeln, Supported-Spindeln und mit dem Spinnrad einen ziemlich schönen Faden spinnen.
Aber – Du ahnst es – da war noch nicht Schluss. Beeindruckt von den wunderschönen Handfärbungen, die es z.B. auf Etsy (und damals Dawanda) gab, wollte ich als nächstes wissen, wie man Wolle selber färben kann.

Alle notwendigen Materialien gibt’s im Supermarkt und im Internet (und falls jetzt jemand auf die Idee kommt … bitte Atemschutz tragen). Und so füllte ich meinen bis dahin rein privat genutzten Instagram-Account mit lauter Fotos von Wolle. Zu dieser Zeit funktionierten Hashtags sehr gut, um von Gleichgesinnten gefunden zu werden. Die Resonanz allein auf Instagram war so groß und positiv, dass ich ein Gewerbe anmeldete – und schlussendlich drei Jahre lang hauptberuflich Merinowolle färbte, verpackte und in alle Welt verschickte. Sogar dahin, wo die Schafe zuhause sind.

Und ich lernte: Wenn Du auf Social Media Deinen „Tribe“ findest, kannst Du so ziemlich alles anbieten und verkaufen.

Einen Nischenmarkt bedienen

Heutzutage sprechen wir andauernd und überall von einer möglichst „spitzen Positionierung“. Mir war damals gar nicht klar, dass ich als „Indie Dyer“ von sehr hochwertiger Wolle (in Deutschland gesponnen und Ökotex-zertifiziert) tatsächlich eine sehr schmale Nische bedient habe. Weil diese Geschäftsidee aus der Nachfrage heraus geboren wurde, habe ich mir zunächst weniger Gedanken über „ideale Kunden“ oder eine Brand Story gemacht.

Ich machte einfach, färbte soviel Wolle, wie ich konnte und das passte. Zu Spitzenzeiten wuchs mein Insta-Account auf 11,4k Follower. Das sagt ja für sich genommen nicht viel aus, aber auch die Engagement Rate war sehr hoch. Meine Beiträge wurden gesehen (und dank eines wöchentlichen Shop Update-Rhythmus sogar erwartet).

Ich musste auf Instagram kein Geld für Werbung ausgeben, um meine Wolle zu verkaufen.

Interaktive Formate nutzen

Nach fast drei Jahren setzte ein Veränderungswille ein. Ich wollte endlich „full time“ zurück zur Fotografie, ohne Kompromisse. Fast zeitgleich machte ich eine weitere Beobachtung am Wolle-Himmel: Die Handfärber_Innen, die persönliche Geschichten erzählten, hatten Communities, die noch schneller wuchsen als meine eigene. Viele von ihnen verwendeten zu dem Zeitpunkt bereits Instagram Stories, um ihre Kunden mit hinter die Kulissen oder ins Privatleben zu nehmen. Mir war das damals suspekt, aber ich beobachtete die Wirkung sehr genau. Weil ich mich bereits langsam von der Handfärberei verabschiedete, sprang ich auf den Stories-Zug nicht mehr auf.

Mittlerweile ist vielfach belegt, wie wichtig Instagram Stories nicht nur für die Reichweite, sondern auch für die Herausbildung einer tatsächlichen Community sind. Sich selbst als „Person dahinter“ sichtbar und erlebbar zu machen, ist entscheidend geworden.

Allein durch die unfassbar nach oben geschnellten Nutzerzahlen ist es z.B. auf Instagram viel schwerer als früher, gehört und gesehen zu werden. Mit Stories, Lives und interaktiven Formaten wie Stickern und Umfragen beziehst Du Deine Follower direkt ins Geschehen ein und bietest damit mehr als einen einfachen (Werbe-)Beitrag, an dem man schnell vorbeiscrollt.

Vielleicht kannst Du aus meiner Geschichte etwas für Dich und Deine eigenen Bemühungen auf Social Media mitnehmen – denn es ist durchaus noch möglich, auch ohne große Werbeausgaben auf Instagram Kunden zu akquirieren oder Produkte zu verkaufen – Du musst nur die Entwicklungen genau beobachten.

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