28.
Okt 2019

Die Wahrheit über Wunschkunden

Markenstrategie, Personal Branding

Lesezeit ca. 2 Minuten

Blogpost_Wunschkunden

Bestimmt hast Du das auch schon gelesen – allein heute morgen ist es mir schon dreimal begegnet.

Wunschkunden.

Kaufe jetzt ABC, um Deine Wunschkunden anzuziehen.
Erreiche Deine Wunschkunden mit XYZ.
Es gibt sogar ein Buch, das da heißt: „Wunschkundenbusiness“. Es steht in meinem Bücherregal, in dem Abschnitt, in dem die ungeliebten Bücher und Fehlkäufe ihr trauriges Zuhause gefunden haben.

Was ist denn jetzt ein Wunschkunde? Meine Freundin Ilona formulierte kürzlich eine schöne Definition, die mit Endlosurlaub auf den Seychellen zu tun hatte. Klar! Ein Kunde, der uns das ermöglicht, wäre wohl für jede/n der Wunschkunde schlechthin.

Aber ist das (Geschäfts-)Leben nun ein Ponyhof und darf ich mir einfach was wünschen – und dann kommt mein Wunschkunde auf magische Weise herbeigeflattert?

Viele glauben, dass man nur einen Wunschkunden definieren muss, und schon läuft es. Leg Dich auf ein Geschlecht fest, denk Dir einen Namen aus und erstelle eine Liste mit fiktiven Hobbys und Orten, wo sich diese Wunschkunden-Persona rumtreiben könnte. Boom, Weg zum Erfolg geebnet.

Dabei ist der Begriff selbst schon Ursprung des Irrglaubens. Die Wahrheit ist, dass Du selbstverständlich Deine Zielgruppe definieren solltest – aber die Definition dieser ist nur ein winziger Teilschritt. Und: Du musst Dir darüber im Klaren sein, welche Aspekte eines „Wunsch“-Kunden denn wirklich relevant für Dein Business wären.

Willst Du Personal Trainer-Stunden verkaufen, spielt der Musikgeschmack Deines Wunschkunden eine eher untergeordnete Rolle. Soll Dein Kunde handgenähte Stirnbänder kaufen, musst Du nicht unbedingt seine oder ihre Lieblingsbücher kennen.

Will sagen: Die meisten „Bausätze“, die Du online und in Büchern für Wunschkunden findest, sind viel zu detailliert und damit gleichzeitig viel zu verallgemeinernd. Es passiert leicht, dass Du Dir mit einem solchen Werkzeug einen Wunschkunden ausdenkst, den Du in der Realität nie antreffen würdest – und der nichts mit dem zu tun hat, was Du eigentlich vermarkten und verkaufen möchtest.

Meine eigene Erfahrung mit eigenen und Kunden-Projekten sagt mir, dass es wesentlich sinnvoller ist, sich selbst sichtbar zu machen. Indem Du mit all Deinen Merkmalen, Deinen Eigenheiten und Deiner Ausdrucksweise gut sichtbar am Markt platziert bist, bewegen sich automatisch Menschen in Deine Nähe, weil sie Gemeinsamkeiten oder Gleichgesinntheit feststellen.

Und das sind … na? Richtig: WUNSCHKUNDEN.

1 Kommentar

  1. Avatar

    Ich kann noch auf keinen Erfahrungsschatz zurückgreifen, weil ich erst gaaaanz am Anfang stehe. Aber von meinem Gefühl her, möchte ich Dir zustimmen. Selber präsent sein und auf das Gesetz der Anziehung setzen.

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

DSCF1310

Moin!

Willlkommen auf dem Blog von Viktoria Behr.
Ich bin Personal Branding Fotografin und verhelfe Dir zu unwiderstehlichen Bildern für Dein Business. Auf meinem Blog gebe ich Tipps rund um das Thema Personal Branding.
workbook
p

verlinkte Websites

Manche meiner Beiträge enthalten Links zu externen Anbietern. Ich nenne diese freiwillig und erhalte dafür keine Kompensation.